Guten Tag Frau Dr. Baller, Sie wurden mir von meiner Hebamme empfohlen. Aufgrund meiner Depression mit eingehenden Suizidgedanken seit Beginn der Schwangerschaft benötige ich Hilfe. Ich möchte leben, ich möchte das Kind, es war ein Wunschkind. Und doch habe ich das Gefühl, mit dieser Schwangerschaft ist mein Leben zu Ende, ich müsste mich aufgeben, werde scheitern, will das Ganze nicht.
Für viele Frauen beginnt die Zeit rund um Schwangerschaft und Geburt mit Freude und Erwartungen. Für manche aber bringt sie Ängste, Traurigkeit oder das Gefühl der Überforderung. Solche Krisen sind kein persönliches Versagen – sie sind real und behandelbar.
In meiner psychiatrischen Schwerpunkt-Praxis begleite ich Frauen in diesen sensiblen Lebensphasen. Ob es um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburtstrauma, psychische Erkrankungen oder den Verlust eines Kindes geht – hier bekommen alle Sorgen Raum und fachkundige Unterstützung. Auch Frauen, die bereits vorher Traumatisierungen erlebt haben, schon mit Depressionen, Angst- oder Zwangserkrankungen Erfahrungen haben sowie eine psychiatrische Vorerkrankung wie Schizophrenie oder Bipolare Störung aufweisen, bekommen hier eine adäquate Begleitung im Rahmen eines bestehenden Kinderwunsches.
Jede Frau ist einzigartig, daher entsteht nach einem ersten Gespräch ein maßgeschneidertes Behandlungsprogramm. Manchmal genügen wenige Sitzungen, um spürbare Entlastung zu erreichen. Mein Angebot reicht von Krisenintervention und psychiatrischer Begleitung bis zu tiefenpsychologischer Therapie, Traumatherapie und EMDR.
Oft bezieht die Behandlung auch unterstützende Angebote ein: Hebammen, Mütterpfleger*innen, Haushaltshilfen, Selbsthilfegruppen oder weitere Betreuungsdienste können den Alltag entlasten. In manchen Fällen ist zudem eine medikamentöse Behandlung sinnvoll, um schnell wieder Energie und Stabilität zu gewinnen – immer unter sorgfältiger Risikoabwägung für Mutter und Kind.
In der Praxis werden sowohl Kassenpatient*innen als auch Privatpatient*innen gleichberechtigt behandelt. Für einen ersten Kontakt können Sie gern eine E-Mail senden, um Ihr Anliegen kurz zu schildern. Je nach Kapazitäten können wir Ihnen dann einen zeitnahen Termin anbieten. Jede ernst gemeinte Anfrage wird beantwortet – Verzögerungen bitten wir zu entschuldigen.
Im Notfall
Wenn akute Hilfe nötig ist, wenden Sie sich bitte an die Rettungsstelle/Psychiatrie der Klinik Ihres Bezirks, den Krisendienst Berlin (030 39063 – 10/-40/-60) oder im Notfall an den Notruf 112.